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Posted by Eugen on

Geschichte mit hilfe von Spielen erlernen

Geschichte mit hilfe von Spielen erlernen

Die Tatsache, dass e-Books in den letzten Jahren stark angestiegen sind, kann wohl niemand leugnen. Doch wohin dieser Trend der Digitalisierung von Literatur führt ist noch ungewiss und steht derzeit noch in den Sternen.

Wenn man sich die Entwicklung der letzen Jahre ansieht stellt sich einem unweigerlich die Frage, ob Bücher wie wir sie heute kennen vom Aussterben bedroht sind und bald so veraltet wie Papyrusrollen und Tontafeln sind – und in der nicht allzu fernen Zukunft nur noch in Museen anzutreffen sind.

Diese Frage zu beantworten ist nicht einfach, doch Umfragen und Statistiken zeigen, dass fast die Hälfte aller Leser nun e-Books kaufen und diese auf einem Kindle oder anderen Gerät lesen und dass diese auch nur noch selten gedruckte Bücher kaufen.

Doch die Mehrheit der Leser (auch wenn es nur eine knappe Mehrheit ist!) bevorzugt es immer noch, gedruckte Bücher zu lesen.

Im Jahr 2007 brachte der Konzern Amazon seinen e-Book Reader „Kindle“ heraus; schon innerhalb weniger Wochen hatte dieser sich zu einer wahrhaften Sensation entwickelt und der Erfolg des Produktes war nicht mehr aufzuhalten. Da sich Amazon mehr um langzeitige Kunden als um kurzfristige Profite sorgte, wurden die e-Books zu Spottpreisen verkauft, welches zu einem schnellen Erfolg und vielen Verkäufen innerhalb kürzester Zeit führte.

Im Zeitraum zwischen 2008 und 2010 stiegen die e-Books an der Börse auf 1260% an; eine Zahl, die für sich selbst spricht und keiner weiteren Erklärung bedarf. Desweiteren brachte die Firma Apple zu dieser Zeit die ersten iPads und den iBook Store auf den Markt, welcher zum weiteren Aufstieg der elektronischen Bücher beitrug.

Nicht nur kleine Buchläden sondern auch groβe Unternehmen wie Borders Books litten unter dieser Entwicklung und mussten nach einigen Monaten klein beigeben und Insolvenz anmelden – erste Anzeichen dafür, dass die elektronischen Bücher eine ernstzunehmende Konkurrenz für die traditionellen Bücher darstellten.

Doch in den folgenden Jahren stellte man fest, dass sich die Anzahl der e-Book Leser stabilisiert hatte und weder anstieg noch fiel: In den Jahren 2013 und 2014 gab es mehr oder weniger genauso viele Leser von e-Books als es von traditionellen, auf Papier gedruckten Büchern gab.

2015 und 2016 verloren die e-Books dann allem Schein nach an Popularität, denn der Verkauf von e-Books fiel im Vergleich zu traditionellen Büchern etwas schlechter aus – doch was genau der Grund dafür ist, ist schwer zu sagen. Vielleicht gab es in diesen Jahren einfach weniger Leute, die gelesen haben; vielleicht haben einige e-Book leser sich umentschieden oder vielleicht lag es auch an etwas komplett anderem.

Wie die Zukunft der gedruckten Bücher aussieht kann niemand mit absoluter Sicherheit sagen, doch eines steht fest: Trotz e-Books, die man zu billigeren Preisen als gedruckte Bücher bekommen kann und die wie eine Bombe auf dem Markt eingeschlagen haben, haben es immer noch nicht geschafft, die traditionellen Bücher vom Markt zu verdrängen. Dies gibt Hoffnung darauf, dass wir auch in Zukunft noch gedruckte Bücher zur Verfügung haben werden und dass es immer Leute geben wird, die den Geruch eines neuen Buches und das Umblättern von Seiten nicht missen wollen.